Sonntag, 8. Oktober 2017

August Burns Red - Phantom Anthem


Band: August Burns Red
Album: Phantom Anthem
Genre: Metalcore
Release: 6. Oktober 2017
Herkunft: Pennsylvania, USA

1. King of Sorrow
2. Hero of the Half Truth
3. The Frost
4. Lifeline
5. Invisible Enemy
6. Quake
7. Coordinates
8. Generations
9. Float
10. Dangerous
11. Carbon Copy

"Also August Burns Red sind quasi... eine Tiefkühlpizza?"
Diese Frage werde ich späterhin beantworten. Die größte Stärke von August Burns Red ist (neben einem meiner Meinung nach ungemein sympatischen und down-to-earth-en Frontmann) Beständigkeit. Kontinuität. Die Fähigkeit, immer nach August Burns Red zu klingen, jedoch ohne dabei repetitiv zu werden oder den Hörer zu langweilen. August Burns Red liefern seit nunmehr 14 Jahren Metalcore allerhöchster Güte. In meiner persönlichen Sammlung befinden sich alle Alben ab Messenger, von daher stand es gar nicht zur Diskussion, ob Phantom Anthem sich hinzugesellen wird - natürlich. Nach einigen Durchgängen bin ich von den Songs begeistert, von manchen mehr als von anderen - jedoch von keinem überrascht.

Bereits King of Sorrow und Hero of the Half Truth eröffnen kompromisslos das Feuer. Der letztgenannte Song richtet sich klar an und gegen Donald Trump, ist wütend, beißt und kratzt und ist einer der wenigen guten Anti-Trump-Songs, die ich bisher gehört habe. King of Sorrow hingegen kann mit seinem schönen instrumentalen Zwischenspiel überzeugen, ein klassischer August Burns Red eben - auf die Schnauze, Tempo raus, Tempo rein. Jedoch muss sich auch das Zwischenspiel in Hero of the Half Truth nicht verstecken - ist nur eben komplett anders als sein Verwandter. Schlagzeuger Matts gnadenloses Geprügel erstaunt mich immer wieder; mit ihm haben die Herren ohne Frage einen der besten Drummer des Genres in den Reihen sitzen. Generell ist bei August Burns Red jedes Instrument ein Hochgenuss für sich, die Drums übertreffen jedoch alles.

Auch die bereits im Vorfeld veröffentlichten The Frost und Invisible Enemy sind einwandfreie ABR-Songs - gerade Invisible Enemy hat das Zeug zu einem echten Klassiker. Der Song wechselt aus einem unglaublich intensiven Prügel-Part in einem massiven Nackenbrecher, an den sich wieder viel Gitarrengefrickel anschließt - wunderbar. Eines meiner absoluten Highlights. Wo wir bei Highlights sind - Melodie-Hightlights dieser Platte sind ganz klar Quake, Generations und Dangerous! Generations wartet mit einem erfrischenden, tanzbaren, beinahe schon beruhigenden Zwischenpart und Outro auf, während der Fokus bei Quake und Dangerous klar auf melodischem Riffing (selbstverständlich in Abwechslung mit gnadenlosem Gebretter) liegt. Dangerous ist hier ein weiteres Highlight für mich und beinhaltet einen der besten ABR-Riffs, die ich jemals gehört habe. Carbon Copy ist ein weiterer potenzieller Klassiker und schließt das Album mit einem fantastischen Schlusspart ab - insgesamt liefern die Herren hier unfassbar kurz erscheinende 53 Minuten.

Aber sind August Burns Red denn nun eine Tiefkühlpizza?
Meiner Meinung nach: ja. Denn wie bereits erwähnt, erhält man nie viel wirklich neues. Dem gewohnten Stil wird treu geblieben und an zwei, drei Stellen wird dieser mit einer Prise Innovativem gewürzt. Ja, August Burns Red können sich das erlauben - nie wirklich was Neues, aber immer geil. Wie eine Tiefkühlpizza. Die würd' ich mir auch jederzeit reinziehen, auch wenn ich in meinem Leben schon einige davon verzehrt habe.

Rating: 9/10
Anspieltipps: Hero of the Half Truth, Invisible Enemy, Generations, Dangerous, Carbon Copy

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